22
Sep 2011

Abschlussfahrt der Klassen 10a, 10b, 10c, 10d, 10e – Italien – Toskana

Viva Italia – Nach fast sechsjähriger Ausbildung an der Gustav-Heinemann-Realschule durften sich fünf Zehnerklassen am Anfang des neuen Halbjahres auf ihre Abschlussfahrt freuen. Die Vorfreude war besonders groß, ging es doch für die Schülerinnen und Schüler für acht Tage in die Toskana, genauer gesagt ins idyllische Örtchen Marina di Pietrasanta. In zwei komfortablen Doppeldecker-Bussen traten die etwa 130 Jugendlichen ihre Reise am 22. September 2011 mit zehn begleitenden Lehrerinnen und Lehrern an. Nach circa 16 Stunden erreichten die beiden Busse ihr Ziel und verteilten die Klassen auf drei ausgewählte Hotels des Ortes. Die Strapazen der langen Anfahrt hatten sich gelohnt, fanden die Gruppen doch eine traumhafte Urlaubskulisse zwischen Gebirgskette und Ligurischem Meer vor.
Nach Akklimatisierung in Hotel und Umgebung stand am folgenden Tag der erste kulturelle Höhepunkt an, die Fahrt nach Florenz. Der erste Eindruck war schon atemberaubend, durften die Schülerinnen und Schüler doch zunächst von einer Aussichtsplattform ein unvergleichliches Panorama der gesamten Stadt genießen, und das bei blauem Himmel und sonnigen 28 Grad. Unübersehbar und faszinierend dabei der Dom Santa Maria del Fiore mit seinem riesigen Glockenturm Campanile. In der Stadt selbst erwarteten die Klassen weitere kulturelle Höhepunkte, wie die skurrile Ponte Vecchio, die Paradiestür am Baptisterium, das glückbringende Bronzewildschwein auf dem Markt oder der Neptunbrunnen auf dem Piazza della Signoria. Neben den vielen Sehenswürdigkeiten hatten die Schülerinnen und Schüler dann auch noch genug Zeit, um in der Stadt zu flanieren, Pizza zu essen und Andenken oder Postkarten zu besorgen.
Dem anstrengenden Tag in Florenz folgte ein sehr entspannter Strandtag. Die Begleiter und Begleiterinnen hatten, wie schon bei vielen anderen Abschlussfahrten zuvor, den privaten Strandabschnitt von der gerade hochschwangeren Roberta gemietet und wurden auch dieses Mal nicht enttäuscht: Ein sauberer feiner Sandstrand mit Liegestühlen und Sonnenschirmen ließ für die Jugendlichen keine Wünsche offen. Ob Schwimmen, Muscheln sammeln, Tischtennis, Kicker, Beachvolleyball oder Fußball, jeder fand für sich eine passende Beschäftigung. So dienten auch die folgenden Tage am Strand immer als angenehme Abwechslung und als Pause um für weitere Ausflüge wieder Kraft zu tanken.
Nach dem Strandtag standen dann Siena und San Gimignano auf dem Programm. Während Siena durch seine netten Gassen, dem muschelförmigen Piazza del Campo und dem wunderschönen Dom aus Carrara-Marmor beeindruckte, zog San Gimignano die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler besonders durch seine Spezialitäten wie Eis, Wildschweinsalami und Wein auf sich, welchen sie als Mitbringsel für die Verwandten mitnehmen durften.
Nach einem weiteren Strandtag bei herrlichem Wetter endete das Kulturprogramm mit der Studentenstadt und gleichzeitig Touristenmagneten Pisa, welche nur knapp eine halbe Stunde Autofahrt von den Hotels entfernt war. An unzähligen Straßenhändlern vorbei gelangten die Klassen nach einem kleinen Fußmarsch zum Platz der Wunder, wo sich neben einigen Museen und einer beindruckenden Kathedrale der berühmte Schiefe Turm aus weißem Marmor erhob. Man musste schon schmunzeln, als man die unzähligen Touristen auf dem Platz mit der typischen „Ich-stütze-den-Turm-mit-meinen-Hände-Foto-Pose“ beobachtete. Die Jugendlichen hatten jedenfalls ihren Spaß und deckten sich mit Souvenirs ein.
Wer an diesem Vormittag noch nicht genug italienische Kultur gesehen hatte, konnte sich überlegen, ob er mit einigen Lehrerinnen und Lehrern statt den direkten Weg zum Strand zu wählen noch einen Ausflug in den malerischen Ort Lucca machen wollte. So entschieden sich an die vierzig Schülerinnen und Schüler dieses Angebot anzunehmen und bekamen eine von Mauern gesäumte traumhafte toskanische Stadt zu sehen, die mit ihren kleinen Gassen, den Arkaden und dem noch heute erkennbaren Amphitheater von der Faszination her durchaus mit Städten wie Siena und Florenz mithalten kann.
Am Tag der Abfahrt wurde noch einmal an Roberta’s Strand Sonne für die Abschlussbräune getankt und rundete so das Erlebnis „Toskana“ der Zehner ab. Insgesamt kann man von einer gelungenen und tollen Abschlussfahrt sprechen, an die sowohl Schülerinnen und Schüler, als auch die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer gerne zurückdenken.