10
Feb 2012

Besuch der Alten Synagoge in Essen

„Zeugnisausgabe einmal anders“ hieß es am Ende des ersten Schulhalbjahres für die Klasse 10d, als sie am 10. Februar 2012 zusammen mit ihrem Geschichtslehrer Herrn Hooghoff und ihrem Religionslehrer Herrn Weber zur Vergabe der Zeugnisse nach Essen aufbrachen. Hintergrund hierfür war die thematische Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich und der Judenverfolgung fächerübergreifend in Geschichte und Religion. Die Alte Synagoge, deren jetzige Konzeption als kulturelle Begegnungsstätte erst seit etwa vier Jahren existiert, bietet facettenreiche Einblicke in die jüdische Kultur und ihre Geschichte im Nationalsozialismus. Die Schülerinnen und Schüler erhielten durch die detailreiche Rekonstruktion der zerstörten Synagoge nicht nur einen Eindruck von einem jüdischen Gotteshaus, sondern erfuhren neben der traurigen Geschichte des Holocaust auch viel über jüdische Traditionen, wie das koschere Essen, die Heirat oder die Bestattung von Juden. Getragen wurde die Veranstaltung durch eine professionelle Führung, die die Synagoge kostenlos anbietet und in diesem Fall von einer Lehramtsstudentin der Universität Essen durchgeführt wurde. Die Expertin erzählte den Jugendlichen via Mikrofon und MP3-Player alles Wissenswerte zum Thema, erklärte Exponate und stand für Fragen jeglicher Art zur Verfügung. So wurde die Klasse durch fünf ganz unterschiedliche Bereiche der Synagoge geführt, die besonders aufgrund ihrer Modernität beispielsweise durch Beamer, Touch-Screens und Projektionen die Schülerinnen und Schüler beeindruckte. Zum Abschluss durften die Klasse dann ihre Zeugnisse auf der Empore der Synagoge entgegennehmen. Mit den Worten „Ein Besuch, den man immer wieder mit Klassen durchführen kann.“ zogen die beiden Lehrer durchweg eine positive Bilanz der Exkursion nach Essen.