06
Mrz 2014

BOB – Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten

Im Schuljahr 2013/14 wurde das Programm zur Förderung der Berufsorientierung vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) neu aufgelegt und die Finanzierung dieses Projekt für die 8. Klassen der GHR genehmigt. Das Projekt wird durchgeführt von der Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West, der Katholischen Jugendsozialarbeit GmbH und der GAFÖG Arbeitsförderungsgesellschaft GmbH. Es besteht aus zwei Teilen; einer Potenzialanalyse mit Auswertung und neun Werkstatttagen mit Auswertung.

Potenzialanalyse
Im Februar 2014 nahmen die drei 8. Klassen an jeweils zwei Tagen an einer Potenzialanalyse teil, in der insbesondere methodische, personale und soziale Kompetenzen erfasst werden. Durchgeführt werden die Veranstaltungen in den Räumen und Werkstätten im Jugendkombihaus an der Ruhrölstraße in Bottrop. Die SchülerInnen erkunden berufliche Neigungen in berufsbezogenen Übungen, schätzen sich jeweils selber ein und werden dann durch zertifizierte Beobachter fremdeingeschätzt. Bei der Auswertung werden Stärken und Schwächen systematisch ausgewertet. Die Ergebnisse werden dokumentiert und am Feedbacktag in der Schule mit dem einzelnen Schüler beraten. Förderempfehlungen für den weiteren Bildungsprozess werden individuell gegeben und werden in den Berufswahlordner eingefügt.

SchülerInnenstimmen
Die Potenzialanalyse hat mir gut gefallen. Die Beobachter sind motivierte, nette, freundliche Leute, die uns sehr genau beobachtet haben, was aber nicht störte. Es machte viel Spaß, da man in vielen Arten von Berufen etwas lernen konnte. Man konnte alles Mögliche ausprobieren, z.B. im handwerklichen Bereich konnte man einen Bilderrahmen bauen und dabei zeichnen und sägen. Das hat mir sehr gefallen. Alle Aufgaben waren von den Mitarbeitern mit Freude gestaltet, keine Aufgabe war zu schwer. Alles wurde genau erklärt. Mir persönlich hat auch das Gärtnern besonders gefallen, weil wir unsere eigenen Pflanzen bekamen, die wir dann vereinzeln (pikieren) mussten. Wir konnten dann auch entscheiden, ob wir sie mit nach Hause nehmen wollten, um sie dann weiter zu züchten. Auch die anderen Sachen, die wir gemacht haben, z. B. die Bilderrahmen, konnten wir mitnehmen. Ich finde, es waren zwei sehr gute Tage.
(Nicole Heße, 8c)

Unsere Klasse hat sich morgens um 8.00 Uhr am Jugendkombihaus getroffen, um an einer Potenzialanalyse teilzunehmen. Wir waren ziemlich gespannt. Wir wurden zunächst in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hatte verschiedene Beobachter. Insgesamt wurden an zwei Tagen sieben verschiedene Sachen gemacht: Bilderrahmen aus Holz bauen, eine Klassenparty planen und berechnen, Kressepflanzen teilen und wieder einpflanzen, ein Regal aufbauen, ein Taschengeldkonto berechnen , Felder auf eine Tapete zeichnen und ausmalen und eine Dominobahn planen und bauen. Nach jeder Tätigkeit gaben die Beobachter uns eine Rückmeldung. So erfuhren wir viel über unsere Stärken und Schwächen. Die Beobachter waren alle sehr nett und freundlich und halfen uns immer, wenn wir Fragen hatten. Allgemein haben die Tage großen Spaß gemacht, nur das Sägen bei den Holzrahmen fanden einige ein bisschen schwer. Wir dachten vorher, dass es langweilig wird und viel geredet wird, aber das war nicht so.
(Ann-Kathrin Bytomski, Selin Öztürk, 8b)

Die Potentialanalyse der 8a fand am 11. und 12. Februar statt. Während der zwei Tage hat man unserer Klasse verschiedene Aufgaben gegeben, mit der jede(r) von uns unterschiedliche Schwierigkeiten hatte. Die Klasse wurde in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe wurde in eine Art Klassenzimmer geführt und die andere blieb im Arbeitsraum. Ich befand mich in der Gruppe, die in ein Klassenzimmer geführt wurde. Dort setzten wir uns an Gruppentische, es musste sich jeweils mindestens ein Mädchen oder Junge am Tisch befinden. Ein Mann erklärte uns ausführlich, was wir zu tun hatten und zur Sicherheit gab es auch an jedem Tisch ein Aufgabenblatt, wo wir nachsehen konnten. Unsere erste Aufgabe war es ein Taschengeldkonto zu berechnen. Man legte uns Quittungen vor, die wir nach Datum sortieren sollten und herausfinden, ob bezahlt wurde oder ob man Geld bekam. Danach sollten wir die Geldbeträge in einer Rechenliste eintragen und dort ausrechnen. Auch wenn ich am Anfang unsicher war, hat mir diese Aufgabe sehr gut gefallen. Das Sortieren hat mir Spaß gemacht. An jedem Gruppentisch befand sich außerdem auch ein Beobachter. Der Beobachter beobachtete uns, während wir die Aufgabe lösten und am Ende gab er uns eine Rückmeldung, wie wir die Aufgabe gelöst haben und was für Schwierigkeiten wir hatten. Als nächstes kam eine 20-Minuten-Pause. Dort aßen wir zusammen und manche gingen ein bisschen nach draußen. Nach der Pause führte man uns in einen anderen Raum. Im Raum waren schon für uns Wandfarben bereitgestellt und ein langes Stück Papier. Ein anderer Mann erklärte uns diesmal die Aufgabe. Auf das Stück Papier sollten wir einen Farbstrahl malen. Der Farbstrahl sollte fünf Kästchen beinhalten und jedes in einer anderen Farbe. Das erste rot, das mittlere gelb und das letzte blau. Danach sollten wir die Farbe rot mit gelb mischen, daraus entstand orange, orange kam in den zweiten Kasten. Auch sollten wir die Farbe blau mit gelb mischen und daraus entstand grün, der vorletzte Kasten wurde grün bemalt. Bei dieser Aufgabe kam es zur ein paar Problemen, als wir die Farben aus unserer Farbplatte auswaschen mussten, standen viele vor dem Wasserhahn und es dauerte eine Weile, bis man an seiner Aufgabe weiter machen konnte. Trotz des Zeitdruckes schafften es alle den Farbstrahl fertig zu bekommen. Danach bekam wieder jeder eine Rückmeldung von seinem Beobachter. Es folgte eine Pause.

Danach trafen wir uns wieder im selben Raum. Die nächste Aufgabe bestand darin, in einer kleinen Gruppe, die aus 4-5 Person besteht, ein Regal zusammen zu bauen. Das war schon etwas schwerer, da wir keine richtige Anleitung bekamen, wie das Regal aufgebaut werden sollte. Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten hatten wir uns ein Bild davon gemacht, wie das Regal aussehen sollte und machten uns an die Arbeit. In dieser Aufgabe ging es vor allem um Teamarbeit und wir arbeiteten alle mit. Am Ende bemerkten wir, dass wir ein paar Stellen falsch aufgebaut hatten, aber im Ganzen alles in Ordnung war. Wir bekamen dann eine Rückmeldung als Gruppe zusammen.
Als nächstes gingen wir wieder in das Klassenzimmer. Pro Gruppentisch befanden sich dort zwei Dominospiele. Wir sollten uns zusammen in die Gruppe setzen, mit der wir die Regale gebaut haben. Diesmal war es unsere Aufgabe eine möglichst lange Dominobahn zu bauen und dabei sollten alle Dominosteine umfallen. Unsere Gruppe versuchte ein paar Bahnen, doch entweder stieß jemand gegen eines der Steine oder nicht alle fielen. Aber am Ende hatten wir eine schlangenartige Dominobahn, die funktionierte. Diese Aufgabe hatte uns allen gefallen und die Rückmeldung lief auch positiv aus. Dies war die letzte Aufgabe des Tages und wir verabschiedeten uns.
Am nächsten Tag trafen wir uns zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Dieses Mal würden wir die Aufgaben bearbeiten, die die andere Klassenhälfte bearbeitet hat. Wir wurden freundlich begrüßt und die andere Gruppe wurde ins Klassenzimmer geführt, während wir im Raum blieben. Unsere erste Aufgabe des Tages bestand darin einen Rahmen anzufertigen. Das Material stand bereit, um sofort loszulegen. Das größte Problem dabei war das Sägen, es kostete viel Kraft und Anstrengung. Dafür hatten wir die meiste Zeit gebraucht, bevor wir die einzelnen Holzteile zusammen kleben konnten. Aber auch hier schafften wir es. Die Beobachter gaben uns wieder einmal einzeln Rückmeldungen, bevor wir eine Pause einlegten. Als die Pause zu Ende war, wurden wir ins Klassenzimmer gerufen, unsere Aufgabe war es, eine Schulparty zu organisieren. Jeder Gruppentisch bildete eine Gruppe. Auf unseren Aufgabenblättern standen die Einzelheiten. Nachdem wir es diskutiert hatten, brachten wir alles auf das Plakat und konnten es vor der Klasse präsentieren. Bei dieser Aufgabe hatten wir keine Probleme und wir haben sie alle genossen. Die Rückmeldung fiel auch hier positiv aus. Dann hatten wir eine Pause. Nach der Pause bekamen wir die letzte Aufgabe, bevor wir mit der Potentialanalyse fertig waren. Unsere Aufgabe bestand diesmal darin, einzelne Pflanzen zu pikieren und in einzelne Töpfe zu pflanzen. Bei dieser Aufgabe musste man aufpassen, dass man nicht die Pflanze aus Versehen beschädigt. Als wir mit allen Aufgaben fertig waren, fragte man uns , wie wir die zwei Tagen fanden. Vielen hatte dies Spaß gemacht und sie würden es der Schule vorziehen. Auch mir hat es Spaß gemacht. Ich habe herausgefunden, wo einige meiner Schwächen und Stärken liegen.
(Merve Bahadir 8a)